Poker und Steuern

Ein Poker-Profi hat seine Gewinne im Rahmen der Einkünfte aus Gewerbebetrieb bei der Einkommensteuer anzugeben. Auch unterliegen diese als Gewerbeertrag der Gewerbesteuer.

 

Glück hat er aber bei der Umsatzsteuer, denn diese fällt, unabhängig von der Höhe seiner Einnahmen, nicht an.

 

Das sahen zunächst ein Finanzamt und ein Finanzgericht anders. Zur Hilfe kam dem Spieler dann der Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 30.8.2017, XI R 37/14, der sich auf den Europäischen Gerichtshof (EuGH), Urteil vom 10.11.2016, C-432/15, berufen konnte. Die nationale Rechtsprechung hat die Unionsrechtsprechung zu beachten und muss sich daran orientierten.

 

Danach fehlt es an einem umsatzsteuerlichen Leistungsaustausch, erbringen einer Leistung gegen Entgelt.

 

Die reine Teilnahme an einer Spiel-Veranstaltung und der mögliche aber ungewisse Gewinn reichen hierfür nicht aus.